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Archive for the ‘Dichtung’ Category

Bitte das Youtube zu starten, jedoch die Lyrics durch den Text darunter (in blau und rosa gehalten) zu ersetzen!

…und wer wissen will, wie das dann klingen könnte, dreht am

Sonntag, 6. Mai 2012 von 12:00 bis 13:00
Radio Orange auf Frequenz 94.0
zum JazzWorkshop

auf!

😉

Hosanna,
LGGF

I bin pleite
I bin pleite

Ned erst seit heite
Ned erst seit heite

I suach es Weite
I suach es Weite

Oba wohin?
Oba wohin?

Mir drahn’s es Gas o
Mir drahn’s es Gas o

Mir drahn’s en Strom o
Mir drahn’s en Strom o

Boid föht ma’d Wäsch no
Boid föht ma’d Wäsch no

Weul i blonk bin
Weul i blonk bin

I pock de Wööt ned

Meine Schuach san weg

Geht’s eich a so?

Meine Reck san fuat

I hau en Huat drauf

Meine Hoar san schiach

I glaub ich reiß boid/glei o

Na mia geht’s ned guat

Jo deaf des woah sei?

Meine Strimpf hobm Lech

Wo is mei Gööd hin?

Meine Fiaß dan weh

I hob kan Cent mehr

Meine Brüün san hin

Na, na des glaubt’s ma nie

Na, des hot kan Schmäh

I pock de Wööt ned

Meine Händ san rauh

Geht’s eich a so?

Meine Hosn z’foin

I hau en Huat drauf

Meine Speis is leer

I glaub ich reiß boid/glei o

Na, i kaun nix zoin

Jo deaf des woah sei?

I muass auße, muass weg do

Wo is mei Gööd hin?

Wü goa nix mehr hean

I hob kan Cent mehr

Brauch de Leit ned, de Suagn ned

Na, na des glaubt’s ma nie

Mia kummt glei es Rean

I pock mi zaum und hau me üba’d Heis
Pfiat Gooooott!

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So, na gut. Ich hatte ja gedacht, ich käme nun für einen längeren Zeitraum umhin mir Gedanken über einen neuen (längst überfälligen) Artikel machen zu müssen. Die kuschelige Decke des Nichtstunmüssens, derer man sich bemächtigen kann mittels des sympathischen Wörtchens „Schreibblockade“ – meinerseits synonym verwendet für die faktische Bedeutung des nicht ganz so sympathischen Wörtchens „Faulheit“ bzw. „Zeitmangel“ – hatte ich bereits als meine ganz-höchst-persönlich-super-eigenste Schmusedecke erkannt gehabt.

Aber Schluss mit dem Gesuder, weil eine Jahrtausende alte Weisheit der altvorderen Vätersväter sagt:

„Wer sudert wird net bu…“

Und immerhin bin ich ja die gute Fee und nicht die gute Schwester und fühle mich daher auch einem Feerich.. ähm..Feearich.. einem Feenrich??!! ..Fee-Mann?! – na egal – zugehörig, der das genauso witzfrei fände wie ich selbst.

Deswegen hier nun nach langem wieder ein Artikel und zwar in – suprise – EINWANDFREI EGOISTISCH-EIGENER SACHE!

*click* HIER um zur Seite http://jazzworkshopradio.wordpress.com geleitet zu werden, der Superpage der gleichnamigen Super-Radiosendung auf Radio Orange, Frequenz 94.0, die jeden zweiten Sonntag um12.00 mittags dort läuft. Übrigens: an den jeweils anderen Sonntagen, zur gleichen Zeit, lässt sich dort das JazzCafé hören. Ditto Spitzensendung! Unbedingt mal reinlauschen!
Jedenfalls: Dort, auf Jazzworkshop bitte „DOWNLOAD/STREAM“ clicken und sich zur runterladbaren Datei der Sendung des VERGANGENEN Sonntags 3.7.2011 leiten lassen und diese dann bitte LADEN!

Dann könnt ihr u.a. auch mal die Stimme der guten Fee hören 😉
*hehe*

Also dann, damit wäre auch die „schlimme Schreibblockade“ überwunden.
Ich geh jetzt wieder Sachen machen.

Hosanna.

LGGF

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Halli und Hallo!

Nach einer entschieden zu langen Winterpause meldet sich die gute Fee zurück !

(Danke für den Applaus, ihr könnt euch jetzt setzen.)
Der Winter geht mit Riesenschritten, wenigstens rein kalendertechnisch, seinem alljährlichen Ende entgegen.
Nur noch ein Monat bis zum Frühjahr! *YEAH!*

Die Sonne wird wieder öfter zu sehen sein! *YEAH!*
Die Kleidung muss nicht mehr aus 37 Schichten bestehen! *YEAH!*
Dann können wir uns endlich wieder freuen über Heuschnupfen, Insekten überall und das Gefühl über den Winter zu viel zugelegt zu haben! *YEAH!*

Na gut, zugegebener Maßen, gegen Heuschnupfen und Insekten kann man wenig tun.

GENAU!

Um euch (und mich) für die wärmeren Tage zu motivieren, präsentiere ich euch nun einen ERNÄHRUNGSSONG. Was genau der bringen soll, weiß ich selbst nicht, aber das tut ohnehin nichts zur Sache.

Na dann, ENJOY!

Hosanna.

LGGF

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Zur Hebung der Moral für den heutigen wienweiten Multiple-Choice Test
ein erbauliches Wahllied und nette, anekdotische Bilder von älteren
Multiple-Choice Tests (sogar bundesweit – uuuhh!).

Gute Unterhaltung! *click*

LGGF

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Liebe Leute,
groß und klein,
ich lad‘ euch jetzt auf Witzerln ein.

Warum??!

Weil ich nicht weiß, was ich schreiben soll.. äh.. ich meine, weil Humor den Geist anregt und ein gesunder Geist generiert einen gesunden Körper, wie auch vice versa. Und überhaupt, was gesund ist für einen, ist gesund für alle und daher ist es gut für euch, das jetzt zu lesen!

GENAU!

Daher:
Mit dem Signal loslesen und freuen und lustig sein!

LGGF

*  –  ~  °  ^  °  ~  –  *>>PIIIIIIEP<< (<–Signalton)

 

Und am 8.Tag erschuf Gott die Dialekte…
Alle Völkchen waren glücklich.
Der Berliner sagte: „Icke hab nenn wahnsinns Dialekt, WA?“
Der Hanseate sagte: „Moin Dialekt ist dufte, NE!“
Der Hesse sagte: „Babbel net, di Hessa babbeln des best Hochdeutsch!“
Der Sachse sagte: „Ja nu freilisch is äs Sächsisch klosse!“

Nur für den Wiener war kein Dialekt übrig.
Da wurde der Wiener traurig……

Irgendwann sagte dann Gott: „Scheiss di ned au, Oida, dann redst hoid wia I… !!“

~ – ~ – ~ – ~ – ~

NEUES  vom  Dr.  Sommer-Team: 

Sabrina, 14:

Liebes Dr. Sommer Team! 

Seit 2 Wochen habe ich einen Freund.
Wir unternehmen viel zusammen und ich weiß, er ist die Liebe meines Lebens. Aber einmal saßen wir auf einer Parkbank und er küsste mich. Dann habe ich ihn geküsst. Dabei legte er seine Hand auf meinen Schenkel und fasste mir schließlich zwischen die Beine. Das war ein schönes Gefühl also griff ich ihm auch zwischen die Beine.
Dort spürte ich einen flaschenähnlichen Gegenstand.

Liebes Dr.Sommer Team, kann es sein, dass mein Freund heimlich trinkt? 

********************************************************************

Liebe Sabrina..

eigentlich müssten wir dich ja einschläfern, weil du so doof bist.
Da du aber in einem Schaltjahr geboren wurdest und in Wirklichkeit erst 4
1/2 jahre alt bist,
haben wir Verständnis für Deine Situation!

Hier unser Ratschlag:
Falls es wieder mal so weit kommt, trink doch einfach das Fläschlein leer…

Liebe Grüsse
Das Dr.Sommer-Team

~ – ~ – ~ – ~ – ~

Ein Steirer kommt nach Wien und möchte sich hier mal umsehen. Er will in ein Kaufhaus betreten, da öffnet sich die Tür automatisch wie von Geisterhand.

Der Steirer staunt: „Jo, a Waaauhnsinn, a  Waaauhnsinn!“

Im Kaufhaus kommt er drinnen an die Treppe und will hinauf steigen, da fängt die Treppe an zu laufen und trägt ihn nach oben.

Der Steirer begeistert: „Jo, a Waaauhnsinn, a Waaauhnsinn!!

Er ist so angetan von den technischen Wundern, dass er beschließt für immer in Wien zu bleiben. Nach geraumer Zeit hat er das Alleinsein satt und möchte eine Frau kennen lernen. Am besten über ein Zeitungsinserat.

Er geht zur Wiener Woche und sagt zum Redakteur: „Geh, heast, i hätt gern a Annoncn aufgebn zwecks ana Frau! Fragt der Redakteur: „Einspaltig oder zweispaltig?“

Und der Steirer: „Jo, a Waaauhnsinn, a Waaauhnsinn!“

~ – ~ – ~ – ~ – ~

Eine Frau befindet sich in einer fremden Stadt, in der sie keine Bekannten hat.  Es ist spät, es regnet, es ist saukalt. Sie geht in ein Hotel und bittet um ein Zimmer.

„Es tut mir leid“, sagt der Mann an der Rezeption, „Wir haben kein einziges Zimmer frei.“
„Bitte“, ruft die Frau, „Wo soll ich zu dieser Zeit noch hin gehen? Soll ich bei dem Wetter auf einer Parkbank übernachten?“
„Nun gut“, sagt der Mann an der Rezeption. „Wir haben noch ein Bett frei, aber es ist in einem Vier-Bett-Zimmer und die restlichen drei Betten sind von Herren besetzt.“
„Egal, Hauptsache, ein Dach über den Kopf“, erwidert die Frau. Sie geht ins Zimmer.

Die Männer sehen sie sich an, lächeln anzüglich und einer von denen sagt: „Hören Sie, wir werden Ihnen jetzt ein Rätsel aufgeben. Wenn sie es lösen, lassen wir Sie schlafen. Wenn nicht . na ja, Sie wissen schon. Und zwar mit jedem von uns!“

Die Frau ist einverstanden. Da kommt auch das Rätsel:  „Was ist groß und gelb und leuchtet im Himmel von morgens bis abends?“ … Zwei Tage vergehen. Niemand kommt aus dem Zimmer heraus. 

Der Mann von der Rezeption ist ernsthaft beunruhigt. Er geht nach oben, presst sein Ohr an die Tür und lauscht. Eine müde Männerstimme sagt gerade:

„Was ist groß und gelb und leuchtet im Himmel von  morgens bis abends?“
Eine fröhliche Frauenstimme antwortet: „Ich weiß es nicht!“
Eine weitere, noch müdere Männerstimme sagt:  „Bitte! Sag ‚Sonne‘! BITTE!!!“

~ – ~ – ~ – ~ – ~

Er zwingt sich die Augen zu öffnen und blickt zuerst auf eine Packung Aspirin und ein Glas Wasser auf dem Nachttisch. Er setzt sich auf und schaut sich um. Auf einem Stuhl ist seine gesamte Kleidung, schön zusammengefaltet. Er sieht, dass im Schlafzimmer alles sauber und ordentlich aufgeräumt ist. Und so sieht es in der ganzen Wohnung aus. Er nimmt das Aspirin und bemerkt einen Zettel auf dem

Tisch: „Liebling, das Frühstück steht in der Küche, ich bin schon früh raus, um einkaufen zu gehen. Ich liebe Dich!“ Also geht er in die Küche und tatsächlich – da steht ein fertig gemachtes Frühstück, und die Morgenzeitung liegt auf dem Tisch. Außerdem sitzt da sein Sohn und isst. Er fragt ihn: „Kleiner, was ist gestern eigentlich passiert?“

Sein Sohn sagt: „Tja, Paps, Du bist um drei Uhr früh heimgekommen, total besoffen und eigentlich schon halb bewusstlos. Du hast ein paar Möbel demoliert, in den Flur gekotzt und hast Dir fast ein Auge ausgestochen, als Du gegen einen Türgriff gelaufen bist.“ Verwirrt fragt er weiter: „Und warum ist dann alles hier so aufgeräumt und das Frühstück auf dem Tisch?“ „Ach das!“ antwortet ihm sein Sohn, „Mama hat Dich ins Schlafzimmer geschleift und aufs Bett gewuchtet, aber als sie versuchte, Dir die Hose auszuziehen, hast Du gesagt: ‚Hände weg, Du Schlampe, ich bin glücklich verheiratet.‘ „

~ – ~ – ~ – ~ – ~

In geistiger Verbundenheit widme ich den folgenden Witz ganz besonders CrippledSam und Kardinal Novize Igor:

(Mit dieser  Anekdote müsste eigentlich jede Besprechung beginnen ……)

 Ein Manager wurde im Flugzeug neben  ein kleines Mädchen gesetzt.

Der Manager wandte sich ihr zu und sagte:  „Wollen wir uns ein wenig unterhalten? Ich habe gehört, dass  Flüge schneller vorüber gehen, wenn man mit einem Mitpassagier redet.“ 

 Das kleine Mädchen, welches eben sein Buch geöffnet hatte,  schloss es langsam und sagte zum Manager: „Über was möchten Sie reden?“ „Oh,  ich weiß nicht“, antwortete der Manager. „Wie wär’s über Atomstrom?“ 

 „OK“, sagte sie, „dies wäre ein interessantes Thema! Aber  erlauben Sie mir zuerst eine Frage:
Ein Pferd, eine Kuh und ein Reh  essen alle dasselbe Zeug: Gras. Aber das Reh scheidet kleine  Kügelchen aus, die Kuh einen flachen Fladen und das Pferd produziert Klumpen  getrockneten Grases. Warum, denken Sie, dass dies so ist?“

Der Manager denkt darüber nach und sagt: „Nun, ich habe keine Idee.“ Darauf antwortet das kleine Mädchen:

 „Fühlen Sie sich  wirklich kompetent genug, über Atomstrom zu reden, wenn Sie nicht einmal  über Scheiße Bescheid wissen?“ 

~ – ~ – ~ – ~ – ~

Eine Blondine watschelt aufs Eis hinaus und macht ein Loch, um zu fischen.
Wie sie gerade so angelt, hört sie eine Stimme von oben:
„Hier gibt es keine Fische!“ Sie geht nicht darauf ein, plötzlich hört
sie wieder die Stimme: „Hier gibt es keine Fische!“
Sie schaut sich um, aber sieht niemanden. Dann fischt sie weiter.
Dann hört sie die Stimme zum dritten Mal: „Hier gibt es keine Fische!“
Sie schaut auf und fragt ganz schüchtern: „Gott, bist du das?“
„Nein, ich bin der Sprecher der Eishalle!

~ – ~ – ~ – ~ – ~

Sitzt ein Ehepaar vor dem Fernseher sagt die Frau: „Schatzi, findest
du nicht auch das Nagetiere dumm sind?“ Sagt er: „Ja Mäuschen.“

~ – ~ – ~ – ~ – ~

Ein Ehemann kommt mal wieder erst recht spät aus der Kneipe heim.
Damit er keinen Ärger bekommt, wenn seine Frau mitbekommt, wann er
 heimgekommen ist, geht er zur Kuckucksuhr, stellt sie ab und ruf
stattdessen selbst zehnmal „Kuckuck“, damit die Frau denkt, es sei
nicht ganz so spät… Am nächsten Morgen geht der Mann in die Küche
und sieht die Frau an der Uhr herumbasteln. „Was ist denn los?“ „Die
Uhr muss kaputt sein. Heute morgen um Vier hat sie zehnmal „Kuckuck“
gerufen, dreimal gerülpst, ins Waschbecken gepinkelt und zu guter
letzt auch noch in die Küche gekotzt.“

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Alle kennen sie, die wenigsten lieben sie, und doch geben sie uns, wenn wir uns an sie erinnern, ein heimeliges Gefühl von ‚lieb und klein sein dürfen‘. Die Rede ist von KINDERLIEDERN.

Gängige Titel wie ‚Hänschen klein‘, ‚Alle meine Entlein‘ oder ‚Die Vogelhochzeit‘ lassen unsere, zum Erwachsensein pervertierten Herzen insgeheim höher Schlagen. ‚Ja, das kenn ich auch!‘ denkt man sich. Das verbindet.

Natürlich gibt es auch modernere Kinderlieder, sprich solche, die wir selbst nicht mehr im Kindergarten oder in der Volkschule (Grundschule) gelernt haben. Also solche, die die Kinder von heute lernen und voll Inbrunst gemeinsam trällern ♫♫♫♫♫♫…
Moi liab!!

Dies jedoch nur als Einleitung…

…denn worum es hier nun eigentlich geht, ist bloß EIN ganz bestimmtes Kinderlied. Nämlich eines, über das ich neulich im www – im allewelt bereichernden www! – gestolpert bin.

So leset und staunet über die lehrreichen Worte, welche dieses Liedchen seiner Kategorie – eben jener Kategorie der Kinderlieder – unseren Kleinen vermittelt. Denn wenn wir eines Wissen, dann dieses: Kinderlieder sollen A) den Kids halbwegs gefallen und B) eine MORAL widerspiegeln. Richtig? Richtig. Und dieses Exempel ist sozusagen der Prototyp der Kinderlieder:

kuehlschrank-noten  <<— „CLICK“

Die ultimative Kleinkindbildung im musischen Bereich, also Input für die Superhirne, Staatschefs, Bankiers und Nobelpreisträger von morgen.

Wenn das mal nicht zukunftsweisende Musik ist.

Amen und Adé.

LGGF

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Liebe Alle!

Folgend zwei wertvolle Mitschnitte aus der österreichischen Kabarettwelt 🙂

Gute Unterhaltung

wünscht Euch Eure

gute Fee

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Liebe Alle!

Wir kennen sie alle: die Fabeln und Hausmärchen, die mit ihrem tieferen Sinn dafür sorgen, dass aus Kindern mit der Zeit rechtschaffene Erwachsene werden. Erwachsenen, denen man zutraut, ein Auto zu lenken; denen man eine Wahlberechtigung zuspricht; die man sich fortplanzen lässt; usw.

Märchen und Fabeln haben in vielen Kulturen einen hohen Stellenwert für die Gesellschaft, wenn man bedenkt, welchen Einfluss sie auf die Kleinen haben.
Aus diesem Grund habe ich keine Anstrengung gescheut und mich auf die Online-Suche nach guten, sinnvollen, wertevermittelnden, moralgebenden Märchen und Fabeln gemacht. (Nichts zu danken, gern geschehen!)

Hier nun ein wenig Output zum Thema Fabeln:

1) Der wilde Hund

Ein wilder Hund fror im Winter jämmerlich. Er kroch in eine Höhle, rollte sich zusammen, zitterte vor Kälte und sprach vor sich hin: »Wenn es nur wieder Sommer und warm wird, dann will ich mir eine Hütte bauen, damit ich im nächsten Winter nicht mehr frieren muß.«
Als aber der Sommer mit seiner wohltuenden Wärme kam, hatte er seine guten Vorsätze vergessen.
Er lag da, reckte und streckte sich, blinzelte behaglich in die Sonne und dachte nicht mehr daran, sich eine Hütte zu bauen. Der nächste Winter war bitter kalt, und der Hund mußte erfrieren.

Genau! Moral: Bist du ein Höhlenhund, lerne Hütten bauen!
Hier der Link zur Fabel.

2) Der Spatz

Eine Schwalbe trifft einen Spatz.
„Ich habe schon so viele Lände gesehen, so viele Bäume, Menschen und Tiere. Und du sitzt immer nur hier und suchst nach Brotkrümeln!“
„Ich bin noch nie weiter als bis zum Brunnen geflogen. Ich will auch andere Länder sehen“ spricht der Spatz und fliegt davon.
In der Ferne angekommen, sucht er nach Brotkrümeln.

Eben! Moral: Besser eine Schwalbe hier, als ein Spatz ohne Brotkrümeln dort!
Hier der Link zur Fabel.

3) Der Bär und der Fuchs (…mit Abstand meine Lieblingsfabel!)

Diese Geschichte wurde aus dem Lateinischen übersetzt.
Ein Fuchs der zum Fluss ging, weil er Lust dazu hatte, trank dort. Auf der
anderen Seite des Flusses stand ein Bär der gleichermaßen trank.Als der Bär
den Fuchs bemerkte schrie er: Warum verschmutzt du mir das Wasser, das ich
trinke? Der Fuchs,dem dies nichts ausmachte, trank weiter. Da erzürnte der
Bär: Ich werde hinüber kommen und dich zereißen. Der Fuchs trank. Da fiel dem
Bären etwas bei: Komm, lass uns einen wettbewerb machen. Du stehst auf der
einen Seite und ich auf der anderen. So ziehen wir ein Seil. Beide zogen und
zogen. Als der Bär, der sich anstrengte auf der ander Seite nahe éinem Felsen
stand, ließ das Schaf das Seil. So knallte der Bär gegen den Felsen. Der der
Weise ist, lässt ab.

Tjaaahahahaa! Moral (abgesehen von: Der der Weise ist, lässt ab.): Achte immer auf das Schaf im Fuchspelz, wenn du an einem Fluss bist, aus dem du trinken möchtest. Aber nur wenn du ein Bär neben einem Felsen bist!
Hier der Link zu Fabel.

Wenn auch ihr tolle, tiefsinnige Geschichten kennt, dann fühlt euch eingeladen, diese hier zu posten!
Ich hoffe, ihr habt durch diese Fabeln etwas gelernt und könnt den Mehrwert, die zugrunde liegende Aussage für euch nutzen und gebt euer neu erworbenes Wissen auch an die nächste Generation weiter!

LGGF

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Erklärung:
Es handelt sich um ein surreales Theaterstück in 2 Akten, welches das einzige Ziel verfolgt, mit einer möglichst großen Anzahl von Wörtern, ein möglichst kleines Spektrum an Inhalten wiederzugeben.
Anders ausgedrückt:
Die Anzahl der Wörter sei x.
x strebt gegen unendlich.
Die Menge des durch x ausgedrückten Inhaltes sei y.
y strebt gegen 0.
Es wird nicht emfohlen, das Stück öfter als einmal zu lesen. Zumindest nicht, ohne einige Stunden oder Tage vor der nächsten Lesung vergehen zu lassen, da sonst erhöhte Depressions- oder sogar Suizidgefahr besteht.
Für etwaige mentale oder physische Schäden, welche im Zuge des Lesens oder Ansehens dieses Stückes auftreten, wird keine Haftung übernommen.

~°*~°*~°*~°*~°*~°*~°*~°*~°*~°*~°*

Es ging einst ein Zwerg zur Sonne, um eine gemütliche Tasse Beerentee mit dieser zu genießen…

<I. Akt>
[Vorhang auf]

[An einem prunkvollen Eingangstor…]

Sonne:
Hallo Zwerg, schön dich zu sehen!

Zwerg:
Danke, dank, auch mich freut es, etwas Zeit mit dir zu verbringen heute.

Sonne:
Zeit mit mir verbringen? Welch feine Idee! Sie hätte von mir selbst stammen können!  Nun komm und tritt ein!

[Die Sonnenpforten öffnen sich weit und der Zwerg geht hinein.]

Zwerg:
Ich dachte so bei mir, ‚Ei, eine heiße Tasse Beerentee mit der Sonne… das wäre jetzt fein!‘ und bin sogleich losgestapft.

Sonne:
Ja, der gute, heiße Beerentee, das ist schon eine besondere Wonne. Ganz speziell in so SONNIGER Gesellschaft!
[lacht über den eigenen Wortwitz]

Zwerg:
[lacht mit]
Die Blütenblätter und Beeren für den Tee habe ich eigenhändig gesammelt und sorgfältig getrocknet.
Was für ein Aroma!
[hält Sonne die Dose mit dem trockenen Tee unter die Nase]

Sonne:
Oh ja, vortrefflich! Ich möchte sogleich einen Wasserkessel aufsetzen.

Zwerg:
Soll ich dir zur Hand gehen, lieber Sonne?
[Randnotiz 1: Die Sonne ist in der deutschen Sprache grammatikalisch gesehen zwar feminin, aber in diesem Werk des natürlichen männlichen Geschlechts; wird also von einem Mann dargestellt]

Sonne:
Ach, den Tee vorzubereiten schaffe ich schon selbst. Allerdings könntest du in der Zwischenzeit ein wenig von dem Kuchen aufschneiden, welchen ich heute morgen gebacken habe. So ein Glück, dass ich gerade an diesem Tage die süße Speise vorzubereiten geduldig war.
Wäre es gestern gewesen, so wäre das Backwerk heute bereits ausgetrocknet. Wäre es morgen gewesen, so wäre der Kuchen für uns heute nicht von geringstem Nutzen.

Zwerg:
Wahrlich, wahrlich!
[überlegt sichtlich kurz]
Obgleich, wenn ich es mir recht durchdenke, so sind Konstanten wie ‚gestern‘, ‚heute‘ und ‚morgen‘ für dich doch nichts als Gedankenkonstrukte. Immerhin bist du die Sonne, mein lieber Sonne. Von dir hängen diese drei doch erst ab.

Sonne:
Das stimmt nur zum Teil, mein Freund. Denn obwohl es richtig ist, dass ‚gestern‘, ‚heute‘ und ‚morgen‘ durch mich definiert werden, so kann ich sie doch nicht bestimmen.

Zwerg:
Nicht?!
[schaut verdutzt]

Sonne:
Nein, keineswegs, lieber Zwerg. ‚Gestern‘, ‚heute‘ und ‚morgen‘ – oder kurz gesprochen: die Tage – sind zwar durchaus durch mich aufrecht erhalten, bestimmt werden sie jedoch durch meine kleine Halbschwester.

Zwerg:
[lächelt fast väterlich]
Die süße, kleine Erde. Ist sie denn schon so groß, dass sie die Tage selbst bestimmen darf?

Sonne:
Wohl, wohl, mein Zwerg! Schon seit längerem sogar.
Wir müssen einander wirklich schon seit einiger Zeit nicht gesehen haben, mein Guter, wenn du die Erde so jung in Erinnerung hast.

Zwerg:
Achja, so vergeht die Zeit. Ich erinner mich als wäre es nur einen Augenblick her, dass ich zu dir kam, ganz so wie heute, und du zu mir meintest: „Mein Zwerg, mein Zwerg, schau nur, schau! Ich darf vorstellen: Erde, mein kleines Halbschwesterchen.“ Und gestrahlt hast du, noch heller als sonst!

Sonne:
[lächelt, leicht melancholisch und nickt]
Wie wahr, wie wahr! Ach Freund, die Zeit vergeht doch viel zu rasch.
[schüttelt den Kopf]

Zwerg:
Achja, wem sagst du das!
[nickt]
Doch nun lass uns nicht trübselig sein ob der Zeit, sondern uns am Duft des Tees und am , wie ich überzeugt bin, herrlichen Geschmack des Kuchens erfreuen!
Ich brauche ein Messer und einen Heber, um das Backwerk anschneiden und sogleich dann anrichten zu können. Es duftet herrlich!
[atmet tief ein]

Sonne:
[reicht Zwerg ein Tortenmesser]
Geh nur in die Küche. In der Schublade neben dem Herde bewahre ich Tortenheber verschiedenster Größe auf. Öffne sie und sieh, welcher dir am gelegensten kommt. Nur zu!

Zwerg:
[verschwindet in die Küche und kommt nach wenigen Augenblicken wieder mit einem Mehlspeisheber]
Dieser hier soll mir gereichen.
[Er schneidet und richtet die Kuchenstücke hübsch auf einem Teller an]
Ah! Mir scheint, das Wasser im Kessel brodelt bereits!

Sonne:
Gut so, gut so! Wohl an denn!
[Hebt den heißen Kessel mit Hilfe eines Lappens von der Feuerstelle hinten im Raum und gießt das Kochwasser behutsam über den getrockneten Tee, der schon in einem großen Krug vorbereitet ist.]
Was für ein Aroma!

Zwerg:
Wahrlich, auch ich werde nun des himmlichen Duftes gewahr. Er ist noch vorzüglicher als zu hoffen ich gewagt hatte.

Sonne:
Ja, das Teetrocknen und -zusammenstellen ist eine feine Kunst, welche du wohl besser als jeder andere beherrschst, mein lieber Zwerg.
[nickt zustimmend]

Zwerg:
Wohl, wohl, ganz ohne mich zu sehr in deinem Lichte zu baden, guter Sonne, so stimme ich dir in diesem Punkte zu. Alleine schon, würde ich doch das Erbe und den guten Ruf meiner Ur-ur-ur-urahnen verraten und beschmutzen, täte ich es nicht.
Schon der Großvater meines Vaters war der Kunst des Teevorbereitens zutiefst zugetan. Ist es doch eine zarte Kunst.
Ich erinnere mich nur zu genau, dass ich, ein junger, kleiner Zwerg damals noch, mit meinem Vater und meinem Großvater in unserer Küche saß und gebannt, ja geradezu gefesselt, den Ausführungen des Älteren über das Wesen der Teetrocknerei lauschte. Meine Augen mochten geglüht haben wie loderndes Feuer, so sehr hielt mich des Großvaters Rede im Banne. Die Leidenschaft in seinen Worten, in seinen Gesten, ja, in seinem ganzen Gehabe während socherart Erläuterungen waren für mich suchtmittelgleich.
Und auch mein Vater, der gute, fromme Mann, war nicht nur ein vorbildlicher Zwerg, der allen zwergischen Sitten und Gebräuchen zutiefst gerecht wurde, nein, auch er wusste die Kunst der Teesammlerei und -trocknerei zu perfektionieren.
Fingerspitzengefühl und Geschmack sind gefragt hierbei!
Ich kann mich wahrlich glücklich schätzen, dies Können schon von Kindheitstagen an, sozusagen in die Wiege gelegt bekommen zu haben. Ach, wie war das spannend, wenn die beiden sich hitzige Wortgefechte lieferten, welche Kräuter und Beeren sich wohl besser kombinieren ließen zu einer Gaumenwonne von Tee. Ich konnte…

[Es klopft unvermittelt an der Pforte.]

Sonne:
Nanu, wer mag das sein? Fällt mir doch niemand ein, den ich zu dieser Stunde erwarten würde.

Zwerg:
[zuckt mit den Schultern]

Sonne:
Ich will doch gleich gehen und schauen, wer mich aufsucht.
[steht auf und geht von der Bühne – zur Pforte]

[Man hört Stimmen und wie die Pforte zufällt.]

Sonne:
[kommt lachend zurück]
Achja, mein guter Zwerg, wenn man von der SONNE spricht!
[kichert wieder über den eigenen Wortwitz]

[Erde betritt den Raum]

Erde:
Einen schönen guten Tag wünsche ich!
[lächelt lieb und macht ein Knickserl]

Zwerg:
Erde?!
[glotzt ungläubig]
Ja kann ich es denn glauben?! Soeben haben wir noch von dir gesprochen und schon beehrst du uns mit deiner zauberhaften Anwesenheit.
[steht auf und verbeugt sich]

Erde:
Ach, lieber Zwerg, ist es doch auch sehr lange her, dass wir drei beisammen zu sitzen glücklich sein durften. Ich freue mich sagen zu dürfen, dass Ihr euch in den vergangenen 285.000 Jahren kein bisschen verändert habt.

Zwerg:
Was sagt man dazu?
[blickt kopfschüttelnd jedoch lächelnd zu Sonne]
Da ist sie schon so groß geworden und wagt es doch noch immer nicht, mich freundesgleich zu duzen.
[richtet sich wieder der Erde zu]
Ach, liebes Mädchen, bist du doch den Kinderschuhen entwachsen und sollst dich somit nicht mehr der höflichen Flosgeln uns Älteren gegenüber bedienen müssen. Von nun an sind wir alle gleich: erwachsen und von voller Reife!

Erde:
So sei es denn, guter Zwerg, will ich dich also von nun an in freundschaftlicher Anrede ansprechen.

Sonne:
Komm nur zum Tisch, mein Kind, und mache es dir hier mit uns bequem. Ich will dir auch sogleich einen hübschen Stuhl und ein Teetässchen bereitstellen.
[verschwindet in einen anderen Raum, um einen Sessel zu holen]

Zwerg:
Darf ich dir ein Stückchen Kuchen anbieten, liebe Erde?

Erde:
Herzlich gerne, da sage ich nicht nein. Es soll dir gedankt sein.

Zwerg:
[reicht Erde ein Tellerchen mit einem Kuchenstück]
Danke nicht mir, danke deinem Halbbruder! Denn es war Sonne, der dies herrliche Backwerk schuf. Ich reiche es bloß weiter.

Erde:
Ja, backen kann er, der liebe Sonne…

[Sonne kommt zurück mit einem Stuhl und Erde nimmt Platz. Er geht dann noch in die Küche um eine Tasse für Erde zu holen.]

Erde:
…Ich wage zu sagen, mit der Zuckerbäckerei hält er es fast so hoch wie du mit der Kunst des Teesammelns und -trocknens. Konnte ich doch den Duft des Heißgetränkes schon an der Pforte wahrnehmen und wusste sogleich: Welche Freude! Auch Zwerg ist hier!

Sonne:
[kommt mit einer Tasse für Erde zurück und setzt sich dann wieder auf seinen Platz]
Lass mich dir etwas von dem guten Tee eingießen, liebes Schwesterchen. Ist er denn nicht von gar himmlischem Aroma? Wäre er Metall, so wäre er wohl pures Gold!

Erde:
Meine Rede, lieber Bruder, besser zu treffen hätte ich es nicht vermocht. Vorzüglich! Vorzüglich!
Gleichwohl, dein Kuchen ist auch von wunderbarster Köstlichkeit. Ich habe es soeben erst zu Zwerg gesagt, nicht wahr?
[schaut zum Zwerg]

Zwerg:
Wohl, wohl!
[nickt zustimmend]

Sonne:
Das ist zu gütig, an solcher Art Kompliment erfreue ich mich gerne! Obgleich es mir doch recht hochgegriffen erscheint, meinen Kuchen mit des Zwerges einzigartigem Tee gleichzustellen.

Erde:
Wohl wahr, der Tee ist wirklich einzigartig. Das tut deinem Kuchen aber nichts ab!

Sonne:
Du magst wohl recht haben, liebe Erde. Haben wir doch knapp vor deinem erfreulichen Eintreffen über die Teesammlerei und -trocknerei gesprochen. Ein edles Handwerk!

Erde:
Da stimme ich mit ein!

Sonne:
Der liebe Zwerg war zuvor daran gewesen, einiges aus seinem Erfahrungsschatz mir mitzuteilen.
[wendet sich Zwerg zu]
Möchtest du nicht mit deinen Ausführungen fortfahren, guter Freund!

Zwerg:
Mit Wonne, mein Lieber, mit Wonne! Wenngleich, weiß ich doch just in diesem Augenblicke nicht mehr, wo zuvor ich stehen geblieben war.
[überlegt sichtlich und runzelt die Stirn dabei]

Sonne:
Wenn ich mich recht entsinne, so warst du darauf und daran gewesen, die hitzigen Wortgefechte zwischen Vater und Großvater zu schildern, welche Kräuter und Beeren sich wohl am besten für eine vorzügliche Teemischung zusammenstellen ließen.

Erde:
Oh, welch höchst interessante Thematik! Will ich dem doch gerne lauschen und mich dabei weiterhin am Dufte des Beerentess gütlich erfreuen.

Zwerg:
[zur Sonne]
Recht hast du, recht hast du, werter Sonne. So möchte ich denn hier forfahren.
Ich kann mich nur zu gut an dieserlei hitzige Diskussionen erinnern. War doch mein Großvater, der alte, weise Zwerg, der Überzeugung gewesen, es sei das Beste für einen kräftig guten Tee, nicht mehr als höchstens drei Beerensorten an der Zahl beizufügen und den Rest des Teearomas durch Beigabe von Kräutern auszuzeichnen. Mein Vater jedoch, der Hitzkopf, sprang jedes Mal wutentbrannt auf, wenn der Ältere diese Art von Ausführungen vornahm, und schrie: „Was redest du nur, was redest du?! Solltest nicht du besser als jeder andere wissen, dass ein herzhafter, aromatischer Tee seinen Duft einzig und allein durch die Menge der Beerensorten gewinnt?! Die Kräuter dienen dann der Abrundung.“ Mein Großvater antwortete ihm aber stets besonnen: „Du irrst, mein Sohn, du irrst. Nicht die Anzahl der verschiedenen Beerensorten macht den Tee. Nein! Ihre richtige Kombination ist der Schlüssel zu einer geglückten Teeherstellung.“ Und so diskutierten sie denn also dahin und keiner gab den Argumenten des anderen klein bei. Und doch, wenn es daran ging, dass jeder auf die ihm bevorzugte Art die Beeren und Kräuter für den Tee sammeln und trocknen sollte, so wurde später aus jeder der beiden Teemischungen ein Meisterwerk für sich, und kein Tee stand dem anderen in geringster Weise nach.

Sonne:
Unglaublich!

Erde:
Wahrlich unglaublich!
[klatscht zustimmend in die Hände]
Welch feine Erläuterungen. Solcherart Geschichten lob ich mir!

Sonne:
Im Besonderen sind sie auch glaubwürdig, kommen sie doch von einem Spezialisten, dessen Teetrocknerkünste für sich sprechen!

Zwerg:
[wird rot]
Bei solch großzügigen Komplimenten werde ich noch ganz verlegen!

Erde:
[lacht]
Aber das musst du doch nicht, lieber Zwerg. Kommt das Lob nur zu Recht.

Zwerg:
Dann will ich mein Haupt neigen und somit meinen Dank erbieten.
[neigt den Kopf nach unten]

Sonne:
[klopft Zwerg auf die Schulter]
Ach, lass nur, Freund, den größten Dank erbietest du mir, wenn du dich herzhaft an dem Kuchen labst.

Zwerg:
Das nenne ich ein Wort! Ich will gleich noch einmal zulangen!
[nimmt sich noch ein Kuchenstück]
Ja, diese Mehlspeise ist eine Gaumenfreude.

Erde:
Da kann ich nur zustimmen! Der flaumige Teig, der herrliche Geschmack… ja, wir lassen ihn uns wahrlich munden, diesen Kuchen. Nicht wahr, mein Zwerg?

Zwerg:
Dem pflichte ich bei.

[Alle essen Kuchen.]

Sonne:
Ja, das Backen ist von allen Freuden wohl meine größte. Ist es doch entspannend und befriedigend zugleich. Nur zu gerne stehe ich vor dem Herde und genieße es, wenn sich der Duft der jeweiligen Süßspeise im Raume verbreitet. Auch das Teigrühren bereitet mir stets Wonne. Mit viel Liebe und doch bedacht selle ich die Teige für meine Backwerke zusammen. Fällt das Ergebnis meiner Bäckerei ja schließlich auf mich selbst zurück!

Erde:
Weise Worte, Bruderherz.

Zwerg:
Das stimmt! Die Wahrhaftigkeit deiner Worte ist wohl über jeden Zweifel erhaben.

Sonne:
Ich danke euch, meine Lieben! Im Laufe der Jahre habe ich mir allerlei Kochbücher zugelegt, in welchen die mannigfaltigsten Backrezepte zu finden sind. Das Rezept für den Kuchen, den wir im Augenblick genießen, findet sich beispielsweise in einem Werk, das den klingenden Titel „Backen wie damals“ trägt. Es beschäftigt sich ausschließlich mit der Zuckerbäckerei.

Erde:
Tatsächlich?!

Sonne:
Ja ja! So wahr ich die Sonne bin!
[steht auf und geht zur Küche]
Will ich es doch gleich herbei holen und euch den einen oder anderen Blick hinein werfen lassen.

Zwerg:
Wie fein, wie fein! Da bin ich aber gespannt!

Erde:
Auch mich erfasst die Vorfreude ob solch eines interessanten Werkes.

[Zwerg und Erde blicken erwartungsvoll zur Küche und warten, dass Sonne mit dem Buch zurück kommt. Sonne kehrt nach wenigen Augenblicken mit dem Buch zurück.]

Sonne:
So, hier habe ich auch schon das Meisterwerk für euch. Es bedurfte nur eines kurzen, suchenden Blickes das Buch zu finden. Lag es doch noch immer auf der Anrichte in der Küche, gleich neben dem Herde, genau an jenem Platze, an den ich es während meiner Backtätigkeit gelegt hatte. Ich will sogleich die Seiten suchen, welche diesen Kuchen beschreiben.
[blättert, Erde und Zwerg nippen während dessen schweigend und mit zufriedenen Gesichtern an ihren Teetassen]

[nach 10 Minuten…]
[Randnotiz 2: bei der Zeitangabe handelte es sich um Echtzeit, die 1:1 im Stück ausgespielt wird.]

Sonne:
Hier ist es!
[Zwerg und Erde heben die Brauen und lehnen sich vor, um etwas zu erkennen]

Sonne:
[runzelt die Stirn]
Nein, ich habe mich geirrt. Dies ist ein anderes Rezept.
[Zwerg und Erde lehnen sich wieder zurück]

[weitere 5 Minuten später…]
[siehe Randnotiz 2]

Sonne:
Ha! Jetzt habe ich es aber gefunden! Diesmal bin ich mir völlig sicher. Ich erkenne das Rezept anhand der Illustrationen der Mehlspeise wieder.
[strahlt]
Hier, werft einen Blick hinein. Nur zu, nur zu! Seht nur wir wunderbar klar und unmissverständlich alles beschrieben steht.

[Erde und Zwerg starren gebannt in das Buch.]

Erde:
Und wie hübsch die Illustrationen sind! Eine Augenweide.

Zwerg:
Tatsächlich! Man möchte meinen es sei möglich ausschließlich anhand der Bilder das Backwerk zuzubereiten. So gut sind sie!

Sonne:
Sagte ich es nicht? Dies scheint mir die Königin der Backbücher zu sein.

Zwerg:
Allerdings!
[nickt beifällig]

Erde:
Ein wahrhaft einzigartiges Exemplar, dieses Buch. Würde es mich doch interessieren zu erfahren, aus wessen Feder es entsprang.

Sonne:
Ich will sogleich nachsehen.
[blättert zum Impressum]
Hier steht es:
Autor und Verleger ist Herr Reginald Severin III von Unternebengroßgreichen am Sölgenbach bei St. Hinterlietzen.

Zwerg:
Ach, so ein Glück aber auch. Das liegt nur wenige Gehminuten von hier entfernt.

Sonne:
Das stimmt.

Erde:
Au fein! Ich würde diesem Herrn nur zu gerne einen Besuch abstatten. Muss es doch eine besondere Ehre sein, so einen Meister seines Faches persönlich kennen zu lernen.

Sonne:
Der Meinung bin ich auch!

Zwerg:
Ich auch.

Erde:
Dann lasst uns nur rasch den wundebar aromantischen Tee austrinken und den herrlich gebackenen Kuchen aufessen und sogleich dann aufbrechen!

Zwerg:
Das nenne ich ein Wort!

Sonne:
Ich auch.

[Sie verzehren alles innerhalb von 90 Sekunden (siehe Randnotiz 2) und stürzen dann zur Pforte hinaus]

[Vorhang zu]
<I. Akt Ende>

– – – – –

<II. Akt>
[Vorhang auf]

[Alle drei stehen vor einer schlossgleichen Villa, mit großen buntgläsernen Fenstern, Säulen, etc.. Der Zwerg springt vor der Türglocke auf und ab, im kläglichen Versuch anzuläuten, aber er ist zu klein.]

Sonne:
[der Erde zugewandt]
Oje, Zwerg kann nicht anläuten. Da werden wir wohl wieder umkehren müssen.

Erde:
[sichtlich enttäuscht]
Das fürchte ich auch.
[will schon umdrehen, um wieder zu gehen, als sie offenbar einen Einfall hat]
Doch halt! Ich könnte versuchen selbst zu läuten!

Sonne:
Oh, welch grandioser Einfall!

Erde:
[geht zur Türe und läutet an]

[Alle drei warten ein gute Minute (siehe Randnotiz 2), als die Türe sich öffnet. Ein ungefähr dreijähriger Junge kommt heraus und schaut die Besucher schüchtern und mit großen Augen an.]

Erde:
Bist du Reginald Severin III von Unternebengroßgreichen am Sölgenbach bei St. Hinterlietzen?

Junge:
[mit lauter, tiefer, bassverstärkter Stimme]
ICH BIN ES.

[Trompetenfanfare; der Junge steht nun von grellem Scheinwerferlich beleuchtet, während die anderen, im Halbschatten, auf die Knie fallen.]

[Vorhang zu]
<II. Akt Ende>

FIN

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Alt aber gut:

Eines von Reinhard Mey’s besten Liedern…

..zuhören und fürs Leben lernen! 😉

viel Spaß!

vlg

GF

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